
Die altehrwürdige Automobilbranche steht kurz vor dem ultimativen Wendepunkt. Elektromobilität, Digitalisierung, autonome Fahrzeuge – all das krempelt das Spielfeld um. Aber was passiert, wenn die großen Player weiterhin auf Verbrennungsmotoren setzen? Vielleicht laufen wir auf etwas hinaus, das man als evolutionären Selbstmord bezeichnen könnte.
Stell dir vor, zwei große Automobilhersteller, A und B, stehen vor der Entscheidung: Setzen sie auf Elektrofahrzeuge (EVs) oder bleiben sie bei den altbewährten Verbrennungsmotoren (ICEs)? Aus der Perspektive der Spieltheorie könnten sie in einem Nash-Gleichgewicht feststecken, in dem keiner einen Anreiz hat, seine Strategie allein zu ändern. Schauen wir uns mal die möglichen Szenarien an:
- Beide investieren in EVs: Sie sichern sich langfristig ihre Position an der Spitze mit nachhaltiger Technologie.
- Einer setzt auf EVs, der andere bleibt bei ICEs: Der Vorreiter gewinnt langfristig, während der Nachzügler kurzfristig punktet.
- Beide bleiben bei ICEs: Erstmal freuen sich die Aktionäre über die Einsparungen, doch langfristig geht’s steil bergab – Marktverluste und Regulierungskeulen warten schon.
Das suboptimale Gleichgewicht
Das wahre Problem? Beide könnten auf scheinbar immer bessere Verbrennungsmotoren setzen und damit den evolutionären Selbstmord einleiten. Klingt dramatisch, aber wenn sich beide an der alten Technik zu Tode evolutionieren, verlieren sie mit der Zeit an Bedeutung, während die agilen Neuen den Markt aufrollen. Das ist ein klassisches Beispiel für kollektive statt individuelle Rationalität – gepaart mit der Angst vor den hohen Investitionen.
Provokante Fragen an die Branche:
- Sind wir wirklich bereit, unsere Zukunft zu verspielen, nur um kurzfristig die Bilanzen zu pimpen?
- Können Kooperation und Regulierung uns aus diesem Teufelskreis retten?
- Haben die etablierten Hersteller den Mut, echte Innovationen anzugehen, oder bleibt es bei Lippenbekenntnissen?
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